Ash Ra Tempel - Gin rosé at the royal festival hall Live 2000 DO LP Krautrock NM
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Jun 18, 2024 Sold Date
Jun 8, 2024 Start Date
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Description

Manuel Göttsching und Klaus Schulze trafen sich ungefähr 25 Jahre nach ihrer gemeinsamen Zeit als Mitglieder von Ash Ra Tempel, um mal wieder etwas im Rahmen von einem gemeinsamen Projekt aufzunehmen. Die beiden befreundeten Musiker waren in der Zeit zwischen 1973 und 1998 im ständigen Kontakt. Göttsching spielte auf einem Wahnfried-Album mit, oder sie absolvierten mal ein Konzert zusammen. Das Stück „Friendship“ entstand im Sommer 1998, während „Reunion“ und „Pikant“ im Frühjahr des Jahres 2000 aufgenommen wurden. Diese drei Stücke bildeten das Reunion-Album von Ash Ra Tempel, dieses Mal als elektronisch orientiertes Duo. Das Album hieß passenderweise „Friendship“.


Während „Friendship“ bereits fertiggestellt, aber noch nicht veröffentlicht war, haben die beiden Musiker am 02.04.2000 auch noch einen Live-Auftritt in der ungewohnten Ash Ra Tempel-Besetzung hinter sich gebracht. Höchstwahrscheinlich das letzte Konzert unter dem Namen Ash Ra Tempel. Ende Dezember 1999 bekam Manuel Göttsching nämlich das Angebot, bei einem Festival in der Royal Albert Hall aufzutreten, das von Julian Cope, dem Autor des Buches „Krautrock-Sampler“ organisiert wurde. Göttsching rief daraufhin Klaus Schulze an, der, wie wir wissen, zusagte. Der ehemalige Bassist von Ash Ra Tempel Hartmut Enke wurde auch gefragt, mochte aber nicht. Das Ergebnis kann man auf der Neuauflage von „Gin Rose“ sehen und hören, die 2020 von dem Label MG.ART Records als CD+DVD-Paket mit einem anderen Cover veröffentlicht wurde. Bei MG.ART handelt es sich um das eigene Label von Manuel Göttsching.


Die teilweise bei „Friendship“ anknüpfende Musik von „Gin Rose“ bietet ungefähr das, was man von den beiden Meistern des Krautrock und der Elektronik erwarten würde. Klaus Schulze liefert die atmosphärische Kulisse, die die beiden für die Synthesizer- und die Gitarrensolos nutzen. Immer wieder gelingt es den beiden Solisten eine wirklich gemeinsame Musik zu schaffen, indem sie selbstlos um die Wette solieren. Die Musik wechselt zwischen entspannt, feurig, hypnotisch, meditativ und – viel seltener – etwas schräg, wie man es zum Beispiel von den Intros von Klaus Schulze gewöhnt ist. Das Fehlen einer Rhythmussektion, bzw. anderer Mitmusiker führt schon mal dazu, dass sich die Musik stellenweise wie ein Album von Klaus Schulze mit einem originellen Gitarristen anhört. Was der Qualität allerdings keinen Abbruch tut. Stellenweise ist es Göttsching dennoch möglich gewesen, seine charakteristischen Gitarrenschleifen in dieser gemeinsamen Musik unterzubringen.


„Gin Rose“ von Ash Ra Tempel bietet die immer noch erstklassige Zusammenarbeit der beiden Mitstreiter. Wäre schade, wenn sich ein Fan von Schulze, oder von Göttsching sowas entgehen lassen würde.


LP ungespielt, somit wie neu!!!


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