LP GLENN GOULD *GOLDBERG VARIATIONEN / VARIATIONS 1955*
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Dec 22, 2013 Sold Date
Aug 10, 2011 Start Date
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Description

JOHANN SEBASTIAN BACH

GOLDBERG VARIATIONEN

"The Fabulous Recording of 1955"

Glenn Gould, piano

LP

neu und originalverschweisst !

Das Material, das Gewicht, der Klang, dieses alles macht die runde, schwarze Scheibe aus Vinyl für den Liebhaber der Langspielplatte so faszinierend. Membran hat nun mit dem hier vorliegenden Katalog eine bislang einzig artige Sammlung aus den unterschiedlichsten Musikbereichen zusammengestellt. Ob Klassik, Jazz, Weltmusik, Elektro, Rock oder Reggae, es gibt kaum eine Musikrichtung, die jetzt nicht in höchstmöglicher Klangqualität auf 180 Gramm Vinyl gepresst, als Einzelund Doppelschallplatte in diesem Katalog zu finden ist. Nicht nur Sammler, sondern alle Freunde der Langspielplatte, werden in diesem breitgefächerten und hochwertig aufgearbeiteten und gestalteten Angebot fündig.

The material, it’s natural weight, the sound – all this and more constitutes the fascination of the round black vinyl disc for millions of music lovers. Within this catalogue membran has now assembled the most unique collection from various musical genres. Be it classical, jazz, world music, electronica, rock or reggae – there is hardly a form of music that cannot be found here, pressed on highly durable 180g vinyl and issued either as single or double albums. And it’s not strictly for connoisseurs – all friends of the longplay record will find something of interest in this varied and highly valuable and stylish collection of music on vinyl..

„Bach: Goldberg Variationen“ Musik- und Klavierbegeisterte in aller Welt verbinden mit Glenn Gould vor allem einen Komponisten – Johann Sebastian Bach. Um 1950 begann Gould sich intensiv mit Bachs Klaviermusik zu beschäftigen und erarbeitete sich die Basis seines festen Konzertrepertoires wie die „Partita G-Dur“, die „Toccata e-Moll“ und die „Goldberg-Variationen“. Goulds ungewöhnliche Interpretationen und sein überragendes musikalisches Verständnis haben so hohe Maßstäbe gesetzt, die bis heute niemand übertrumpfen konnte. So wird jede Neueinspielung der „Goldberg-Variationen“ sofort an seinen Interpretationen gemessen – und die Frage, welche Gould-Aufnahme die bessere sei, die von 1955 oder die zweite von 1981 wird mit ungebrochener Leidenschaft diskutiert. Diese Vinyl enthält die legendäre Aufnahme der Goldberg Variationen aus dem Jahre 1955.

“Bach: Goldberg Variations” Music and piano lovers from all over the world associate Glenn Gould first and foremost with one particular composer – Johann Sebastian Bach. Around 1950 Gould started devoting himself to Bach’s piano music and studied the works that were to become an integral part of his concert repertoire – including “Partita in G major”, “Toccata in E minor” and the “Goldberg Variations”. Gould‘s individual interpretations and outstanding musical understanding have set standards that are valid to this very day: consequently, any new recording of the “Goldberg Variations” is immediately compared to Gould’s interpretations and the question as to which Gould recording is superior – the recording made in 1955 or the second recording made in 1981 – is still discussed with unabated passion. This vinyl contains the legendary recording of the “Goldberg Variations” from the year 1955.

Johann Sebastian BACH (1685-1750)
GOLDBERG VARIATIONS, BWV 988

1. Aria

2. Variatio 1 - a 1 Clav.

3. Variatio 2 - a 1 Clav.

4. Variatio 3: Canone all’Unisono - a 1 Clav.

5. Variatio 4 - a 1 Clav.

6. Variatio 5 - a 1 ô vero 2 Clav.

7. Variatio 6: Canone alla Seconda - a 1 Clav.

8. Variatio 7 - a 1 ô vero 2 Clav.

9. Variatio 8 - a 2 Clav.

10. Variatio 9: Canone alla Terza - a 1 Clav.

11. Variatio 10: Fughetta - a 1 Clav.

12. Variatio 11 - a 2 Clav.

13. Variatio 12: Canone alla Quarta - a 1 Clav.

14. Variatio 13 - a 2 Clav.

15. Variatio 14 - a 2 Clav.

16. Variatio 15: Canone alla Quinta - a 1 Clav.

17. Variatio 16: Ouverture - a 1 Clav.

18. Variatio 17 - a 2 Clav.

19. Variatio 18: Canone alla Sexta - a 1 Clav.

20. Variatio 19 - a 1 Clav.

21. Variatio 20 - a 2 Clav.

22. Variatio 21: Canone alla Settima - a 1 Clav.

23. Variatio 22 - a 1 Clav.

24. Variatio 23 - a 2 Clav.

25. Variatio 24: Canone all’ Ottava - a 1 Clav.

26. Variatio 25 - a 2 Clav.

27. Variatio 26 - a 2 Clav.

28. Variatio 27: Canone alla Nona - a 2 Clav.

29. Variatio 28 - a 2 Clav.

30. Variatio 29 - a 1 ô vero 2 Clav.

31. Variatio 30: Quodlibet a 1 Clav.

32. Aria 2’15

Glenn Gould, Klavier / piano
aufg. / recorded in: 1955

"Das an sich schon durch seine Zeitlosigkeit bestechende Werk Bachs wird durch den Virtuosen Gould gekonnt interpretiert. Neben der technischen Fertigkeit begeistert die spürbare Anwesenheit des Künstlers, der sich zusätzlich durch kleine Nebengeräusche immer wieder bemerkbar macht und damit seine Anwesenheit spürbar werden läßt. Die eigenwillige Perfomnance erhält dadurch eine besonders persönliche Note, in der das sterile Werk mit dem Interpreten zu einer einzigartigen Lebendigkeit verschmilzt."

Glenn Gould, für viele der Pianist des 20. Jahrhunderts, starb mit 50, nach einem einsamen Leben zwischen Genie und Wahnsinn.

Der Unheilige am Klavier, das einsame verrückte Genie, „Der Untergeher“ – so nennt ihn der Gould-Verehrer und Schriftsteller Thomas Bernhard in seinem gleichnamigen Roman: Keine Grenzen scheinen der Fantasie gesetzt, wenn es darum geht, Glenn Gould zu beschreiben, diesen exzentrischsten aller Pianisten.

Geboren wird er am 25. September 1932 im kanadischen Toronto als Sohn eines Kürschners und einer Klavier- und Gesangslehrerin, die bereits in ihrer Schwangerschaft gewusst haben will, dass ihr lang ersehntes einziges Kind einmal ein großer Pianist werden würde. Tatsächlich ist es ein alter Flügel, der dem Jungen zum engsten Spielgefährten wird – Altersgenossen interessieren ihn nicht. Ganze Tage verbringt er am Instrument, den Kopf so nahe an der Klaviatur, als wolle er in die Tasten hineinkriechen. Diese Stellung wird er zeitlebens nicht aufgeben, auch nicht, als sein Rücken beginnt, unter der Krümmung zu schmerzen. Ein alter Bridgestuhl, bei dem jedes Bein höhenverstellbar ist, wird ihm zum unentbehrlichen Requisit.

Glenn Goulds Durchbruch findet im Januar 1955 in der New Yorker Town Hall statt. Noch muss er 1.300 Dollar investieren, 450 für den Saal und den Rest für die Werbung. Das Publikum ist fasziniert von dem schlaksigen jungen Mann, der wild entschlossen – und dabei äußerst fotogen – angetreten ist, die Bach-Interpretation zu revolutionieren. Es ist die Zeit der „angry young men“, eines Marlon Brando und eines James Dean.

Bereits am nächsten Tag unterzeichnet Gould einen Vertrag mit Columbia Records. Es ist der Beginn einer künstlerisch fruchtbaren und finanziell lukrativen Zusammenarbeit, die bis zu seinem Tod anhalten wird. Für seine erste Produktion wählt er die „Goldberg-Variationen“ von Johann Sebastian Bach, eine der schwierigsten Klavierkompositionen überhaupt, mit der vor ihm niemand sein Debüt gewagt hatte. Und legt eine rasante Version vor, die bis heute ihresgleichen sucht. Im Nu sind 40.000 Platten verkauft und Glenn Gould wird zum gefragtesten Pianisten seiner Zeit. Es folgen Jahre des Erfolges auf allen großen Bühnen der Welt.

Doch nur knapp ein Jahrzehnt später ist es damit vorbei: 1964, auf dem Höhepunkt seiner Karriere, beschließt der Superstar mit der hypnotischen Ausstrahlung, von der Bühne abzutreten, 32 Jahre ist Glenn Gould alt. Er wolle mehr Zeit haben zum Komponieren, Schreiben und Experimentieren, sagt er. Das stimmt und ist doch nur ein vordergründiges Argument.

Der wahre Grund liegt wohl in seinem tief verängstigten Selbst, das seine Hände starr werden lässt, in seiner Flugangst und in der Phobie vor Menschenansammlungen. Oft vergisst er zu essen und sich zu waschen. Die Aktentasche aber mit Unmengen von Medikamenten, Antibiotika, Vitamin- und Beruhigungstabletten, hat er immer dabei. Die wenigen Menschen, die sein Sechs-Zimmer-Penthouse im Herzen Torontos betreten dürfen, sind entsetzt: Zwischen Notenblättern, unzähligen Büchern und Valiumfläschchen findet sich in den abgedunkelten Räumen kein freier Platz, auf dem man sitzen könnte. Seine Angst vor Krankheit lässt Gould sogar im Sommer Handschuhe, Mantel und Schal tragen. Für das Aufnahmestudio verlangt er eine Raumtemperatur von 32 Grad Celsius. Man lässt ihn gewähren, will ihn nicht verlieren, weiß um seinen unschätzbaren Wert, fürchtet vielleicht auch seine Unberechenbarkeit.

Wohl kaum ein Künstler hatte je so optimale Produktionsbedingungen. Die anfänglich mit Columbia vereinbarten drei bis vier Aufnahmezyklen pro Jahr steigern sich zu mehr als zehn, hinzu kommen etliche Fernsehproduktionen. 1971 unterstützt ihn Columbia bei der Einrichtung eines Studios in Toronto, da Gould nicht mehr nach New York reisen will. Hier kann er nun endlich seinem selbstzerstörerischen Perfektionismus frönen. Das Mikrofon wird ihm zum Gefährten und er selbst zum einsamen „Mörtelmensch, im Käfig, im Kerker der Verzweiflungsmaschine seines Studios“ (Thomas Bernhard). Etwa 80 Schallplatteneinspielungen entstehen, davon allein 26 mit Werken von Bach.

Offenbar kann Gould sein inneres und äußeres Chaos nur musikalisch – mit Bachs strengen Fugen – bändigen, die ihm gleichsam Reinigung von Geist und Seele sind, aber auch Trost in seiner unendlichen Einsamkeit. Kein anderer Komponist kommt für ihn an den Thomaskantor Bach heran, nicht Mozart, den Gould für „hedonistisch“ hält, auch nicht Beethoven, den er als „kriegerisch“ empfindet. Was ihn nicht davon abhält, sie beide zu interpretieren. Doch Goulds Bach ist revolutionär: Ihm gelingt das Unfassbare, „eine Welt des reinen, in Klang gesetzten Gedanken“ zu schaffen, wie Attila Csampai in dem Fotoband „Glenn Gould“ beschreibt.

Das einsame Leben und die kuriosen Interviews, die er mit sich selbst führt, scheinen ihn zusehends zu erschöpfen. Auf den Bildern seiner letzten Lebensjahre wirkt er, der einst mit James Dean verglichen wurde, ausgezehrt und verwahrlost. 1981 nimmt er sich noch einmal der „Goldberg-Variationen“ an, mit einer seelisch geistigen Inbrunst, die jede andere Einspielung verblassen lässt.

Er wolle, soll er einmal gesagt haben, nach seinem 50. Geburtstag aufhören; ein Wunsch, der auf makabre Weise wahr wird: Er stirbt am 4. Oktober 1982 in Toronto an einem Gehirnschlag, acht Tage nach seinem 50. Geburtstag.

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Diese LP ist neu und originalverschweisst!!!
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