ODEON SWING MUSIC SERIES Vol 1 - 13 Rare LP`s
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Description
ODEON SWING MUSIC SERIES Vol 1 - 13 Rare LP`s M-/M
Bei zwei Cover klebte mal ein Preispickerl, sonst alle im Bestzustand
Die Odeon Swing Music Series war die wohl vollendetste reine Jazzaufnahmen Serie, die in Deutschlend jemals auf "78 er" Schellack-Platten herausgegeben wurde. Es ist dabei bemerkenswert, daß die Serie mitten im "Tausendjährigen Reich" veröffentlich wurde und die oft kolpotierte Mär Lügen straft, daß der Jazz im " Dritten Reich" verboten war. Tatsache ist, daß die Jazzmusik zwar als "artfremd" unerwünscht war - also nie offen propagiert werden sollte - aber nie gesetzlich verboten wurde, von einem internen Rundfunk abgesehen das die Schallplattenproduktion ungerührt ließ. Jazzplatten aller Art, mit "arischen" und "nicht-arischen " Kompositionen, konnte man bis zum Kriegsanfang ( September 1939) uneingeschränkt kaufen und die gute alte Lindström A.G. ( Emi Electrola) lag in der Spitzengruppe aller Firmen, die Platten mit "heißer Musik" oder wie es damals hieß "schräger Musik" herausbrachten.
Die Odeon Swing Music Series wurde 1937 ins Leben gerufenund war - obwohl zum größten Teil für den Export gepresst - auch in den groossen deutschen Schallplattengeschäften erhältlich. Man konnte diese Platten ohne Schwierigkeiten bis zum Kriegsanfang - teilweise auch noch später - in den Läden bestellen, an Hand von Spezialisten, die den für die damalige Zeit typischen Aufdruck trugen:
Da es sich bei der Swing Musik um eine außerdeutsche Art von Tanzmusik handelt haben wir diese Serie nicht in unser Repertoire aufgenommen. Wir wollen nicht verfehlen interessierten Kreisen unserer Kundschaft diese Platten zugänglich zu machen. Hierbei sind wir von dem Gedanken ausgegangen daß der Begriff Swing Music in vielen Kreisen nicht richtig ausgelegt wird und eine Richtigstellung nur an Hand von Typischen Plattenbeispielen möglich ist, dafür geben diese Nummern aus dem amerikanischen Pepertoire beste Gelegenheit.
Besser konnte man es wohl kaum formulieren, um die Reichsmusikkammer - Experten zu düpieren. Das Wort Swing war vor über 30 Jahren- vor allem zwischen 1935 und 1945 - eine Art Modebegriff, sonst hätte die Serie, wohl besser Odeon Jazz Series heißen müssen, da es sich ausschließlich um Aufnahmen der Jahre 1927 bis 1935 handelt mit einem nur sehr geringen Anteil an echter Swing-musik, aber der Jazz war bei den Nazis verpönt, mit dem Swing wussten sie zunächst nichts anzufangen, er galt gewissermaßen als gezähmter Jazz.
Die Odeon Swing Music Series war das deutsche Aquialent der britischen "Parlophone-Rythm-Style- Series" und verwendete fast durchweg die gleichen Kopplungen. Wir sind heutegerade der Meinung, daß sich diese Vielfalt auf Langspielplatten für das Hörerlebnis posetiv auswirkt und haben diese Serie mit fast all ihren Originalkopplungen von Originalmasters übertragen. Für diese Serie wurden ausschließlich amerikanische Okeh - englischeParlophone- Matrizen verwendet, mit einer wahren Eliteauswahl amerikanischer Jäzzgrößen, so vor allem Louis Armstrong, Die Boswell Sisters, Jimmy Dorsen, Tommy Dorsey, Duke Ellington, Bix Beiderbecke, Coleman Hawkins, Earl Hines, Eddie Lang, Miff Mole, Jack Purvis, Luis Russell, Frankie Trumbauer, O.K. Rythm Kings ( Casa Loma Orchestra ), Joe Venuti u.a.
Eine Prachtauswahl für Kenner. Die schon Optisch attraktive Serie mit dem Hüllen - und Etikett-Entwurf des Berliner Graphikers Werner Kruse alias Robinson, erfreute sich jahrzehntelang eines legendären Rufs, vor allem als sie komplett in der "Deutschen Jazz- Discographie" erwähnt wurde und somit auch das Interesse der Nachkriegs - Plattensammler erregte. Sie war seitdem ein gesuchtes Sammlerobjekt. Die Serie wurde bis zum September 1939 produziert und endete mit der Bestellnummer A.286091. Der letzte Werbeprospekt (für Skandinavien) wurde im November 1939 gedruckt. Allerdings wurden die Odeon Swing -Platten noch fleißig bis zum Früjahr 1944 für den Export in die "besetzten Länder" und neutrale Staaten produzíert und bildeten eienen Ersatz für den ausgefallenen britischen Import - Markt. Es ist somit eine groteske Tatsache, daß Deutschland gewissermaßen Jazz auf Platte exportierte, trotzdes "totalen Krieges" und der nazistischen " Weltanschauung".
Der Name Odeon- Swing - Music - Series und die typische Etiketten - und Hüllen - Grafik wurde noch bis in die 50er Jahre hinein in Italien und in der Schweiz für entsprechende Serien verwendet, die jedoch mit der deutschen Serie nur sporadisch identisch warenund die auch andere Bestellnummern trugen. Die nunmehr "wiedererweckte" Odeon- Swing - Music Series soll fortgesetzt werden mit Aufnahmen, die einst für diese Serie vorgeplant waren.
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